Judoverein Königs Wusterhausen / Zernsdorf e.V.
Judoverein Königs Wusterhausen / Zernsdorf e.V.

                      Unser Dojo

Die "Judohalle" ist heute für die meisten Königs Wusterhausener ein Begriff.

 

Ihren Ursprung hatte sie aber Mitte der 1970´er Jahre als Schwimmhalle für die Kindergärten und den Schulsport der Stadt. Die Nutzung der damals modernen Halle war aber von Anfang an mit bautechnischen Schwierigkeiten verbunden. Das Becken hielt dem Druck nicht stand und verlor Wasser. Deshalb wurde sie als Schwimmbad geschlossen.

 

Für den Judosport in unserer Region war das ein Glücksfall. Der damalige Trainingszentrum-Trainer Bernd Lehmann stellte die Weichen zum Umbau der Halle. Viele Judoka dieser Zeit berichten noch heute von dieser Aktion. So wurde das Training über Wochen nicht im Judogi, sondern im Blaumann mit einer Schaufel in der Hand durchgeführt, um das Becken mit Sand zu füllen. Im Anschluss bekam der heutige Dojo einen Parkettfußboden. Sanitäranlagen, Umkleideräume, Nebenräume, alles stand zur Verfügung. Und das" Schönste", die Tatamis konnten fest verlegt werden - kein Matten-Auf- und -Abbau mehr vor und nach dem Training. So wurde der Grundstein für die positive Entwicklung des Judosports in Königs Wusterhausen gelegt und die Judoka hatten ihr festes Domizil.

 

Besonders positiv ist die Haltung der Stadt Königs Wusterhausen, als Eigentümer, zu bewerten. Von Anfang an gewährten die Verantwortlichen den Judokas das alleinige Nutzungsrecht. Oft wollten Schulen eine Mitnutzung, und selbst aus den Reihen der Stadtverordneten kam des öfteren der Vorschlag zum Abriss der Halle aus Kostengründen. Die mittlerweile veraltete Technik machte das Objekt energetisch zu einen Fass ohne Boden. Es wurde ein Baugutachten erstellt. Das Ergebnis: die Halle ist sanierungswürdig! Aber, die Dachfläche arbeitet durch die Sonneneinstrahlung so stark, das eine Giebelwand einzustürzen drohte. Die Stadt reagierte sofort und liess die nötigen Baumaßnahmen ausführen. In Zusammenarbeit mit der Glaserei Krüger und Sohn, damals aus Schulzendorf, wurde die Fensterfront des Sanitärtraktes erneuert.

 

Ende der 1990´er sprachen der Judoverein und die Stadt über eine dauerhafte Verpachtung. Das Konzept der Ganztagsnutzung mit Kita- und Hortsport, zusätzlichen Angeboten wie Frauengymnastik und Rückenschule, Kindersport und Projekte mit Schulen überzeugte die Verantwortlichen der Stadt. Nun wurde gerechnet und abgewogen.

 

Und wieder waren Dinge zu klären: Die energietechnischne Fragen ließen sich nicht einem der vier Nutzer des Objektes zuordnen. Die Wasserwirtschaft stellte nach 30 Jahren fest, das für das Objekt noch nie Wasser- und Abwasser berechnet wurde. Rohrbrüche fluteten bald regelmäßig die Räumlichkeiten. Die Heizkörper hatten noch keine Thermostatventile. Durch die Türen pfiff der Wind. Der "Kraftraum" glich einem Mattenlager und einer Abstellkammer. Die Dachsanierung war für die Vereinskasse viel zu teuer .

 

Mit viel Eigenleistung und wiederrum großer Unterstützung durch die Stadt konnte so manches Problem beseitigt werden. Die Heizkörper wurden mit Ventilen ausgerüstet, die Heizungsrohre modernisiert und Wärmezähler installiert. Der Judoverein rüstete die kostenintensive Warmwasserbereitung über die Boileranlage, mit ihren dicken und langen Zirkulationsleitungen, auf Elektro-Durchlauferhitzer um. Gleichzeitig erhielt jeder Nutzer einen Stromzähler. Auch die Wasseranlage wurde von der Stadt saniert und getrennte Zähler installiert. Durch all diese Baumaßnahmen konnten die Wirtschaftskosten drastisch gesenkt werden.

 

Ende 2008 kam die schon lang erhoffte Zusage der Stadt für weitere Baumaßnahmen. Das Dach und Teile der Fassade wurden saniert. Im Rahmen dieser Baumaßnahme erhielt die Halle zwei neue Eingangstüren. Auch die Eingangsbereiche wurden umgebaut. Die Initiative der Vereinsmitglieder war wieder einmal gefragt: Halle ausräumen und wieder einräumen, Lampen demontieren und wieder montieren, Matten verlegen und alles reinigen.

 

Laut Planung waren für die vorbereitenden Arbeiten die Osterferien vorgesehen. Die eigentlichen Außenarbeiten sollten bis Mitte August 2009 bei laufendem Trainingsbetrieb laufen.

 

Bis zum 26.05.09 lief alles reibungslos. Die Dachkonstruktion nahm Gestalt an, und erste Dachplatten wurden verlegt. Doch an diesem Tag spielte das Wetter nicht mehr mit. Ein Unwetter ging über Königs Wusterhausen nieder und überflutete die ganze Stadt . Durch die nicht aureichend gesicherte Baustelle standen alle Umkleide-, Sanitär- und Lagerräume, Büro, Küche und Clubraum unter Wasser. Das erste Fazit: Fußbodenbeläge, Tapeten und Möbel mussten raus.

 

Als nächstes stellte sich die Frage der Kosten. Zwischen der Stadt als Eigentümer und dem Bauunternehmen lief es auf einen Rechtsstreit hinaus.

Schimmel überzog bald die nassen Wände. Der Trainingsbetrieb musste eingestellt werden. Aus dem Objekt drohte eine Ruine mit neuem Dach zu werden. Nach vier Wochen des Bangens, dann die Zusage der Stadt: "Wir finanzieren die Kosten der Trocknung erst einmal vor."

 

In der Zwischenzeit beschlossen die Judoka dieses zweite Desaster als ein Signal zur weiteren Modernisierung zu nutzen. Auf eigene Kosten und mit viel Eigenleistung wurden alle Räume renoviert, die Sanitäranlagen modernisiert, die Elektrik neu installiert. Die Stadt übernahm die Finanzierung der Bodenbeläge und Teile der Malerkosten.

 

Nach einem arbeitsreichen und aufregenden Sommer konnte dann der Trainingsbetrieb Mitte September 2009 wieder voll anlaufen.

 

Zum Luft holen blieb aber noch keine Zeit. Ein weiteres Bauprojekt hatte der Judoverein bereits 2008 begonnen. Für 600 Wettkampfmatten und andere Materialien wurde ein neuer Lagerplatz benötigt: Zwei der drei Garagenteile auf dem Sportplatz an der Judohalle wurden für einen längeren Zeitraum gepachtet und in ein klimatisiertes Mattenlager umgebaut. In ehrenamtlicher Tätigkeit wurde das Dach erneuert und gedämmt, die alten Tore demontiert, Wände gemauert und verputz, eine neue Tür eingebaut, Malerarbeiten erledigt, die Fassade gedämmt, die Elektrik geändert, neue Lampen eingebaut und - letztendlich die Klimaanlage montiert.

 

Und auch danach kam keine Langeweile auf. Der Kraftraum wurde ausgebaut. Dazu wurde einn neuer Fußboden verlegt, die Wände geglättet und gestrichen, Regale montiert, und die neuen Fitnessgeräte gestellt.

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